Werder-Spieler werden nach Pokal-Blamage von eigenen Fans beworfen

Werder fliegt aus dem Pokal: Bremens Bielefeld-Blamage im Video

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Nach dem Aus gegen Drittligist Arminia Bielefeld machte ein Teil der 3.000 Bremer Fans ihrem Ärger vor der Mannschaft Luft. Manche Spieler zeigten für die Reaktion Verständnis.

Der Pokal-Abend auf der Bielefelder Alm war ein Trauerspiel für Werder Bremen. Eine desolate erste Halbzeit gegen den Drittligisten leitete das Viertelfinal-Aus der Bremer ein und verschärfte die Krise an der Weser. 98 Minuten lang aber hatten die etwa 3.000 Anhängerinnen und Anhänger ihre Grün-Weißen im Gästeblock angefeuert.

Nach dem Abpfiff und der blamablen 1:2-Niederlage gegen die Armina reichte es den Werder-Fans jedoch. Als die Mannschaft vor den Gästeblock ging, flogen zunächst böse Worte und dann auch Plastikbecher und Kunststoff-Stangen in ihre Richtung.

Ich bin schon lange hier, aber ich habe sie noch nicht so erlebt.

Werder-Profi Leonardo Bittencourt

Werders Bittencourt mit Pokal-Frust: "Wir haben das hergeschenkt"

Bild: Radio Bremen

"Sachen werfen gehört sich nicht"

Werder-Spieler stehen nach dem Pokal-Aus in Bielefeld vor dem Bremer Gästeblock und lassen sich von ihren Fans anzählen und beschimpfen.
Werder Bremen war nach dem Pokal-Aus und dem Fan-Frust am Dienstagabend in Bielefeld restlos bedient. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Die Bremer Fans sind generell sehr genügsam, doch mit dem Pokal-Aus und nur einem Sieg aus acht Spielen in diesem Jahr, ließen sie ihren Ärger raus. Werder-Profi Leonardo Bittencourt hatte zwar Verständnis für die Gemütslage, jedoch nicht für das Werfen von Gegenständen.

"Sprecht uns an, schreit uns an, schickt uns weg, alles gut. Da stehen wir auch dafür. Da gehen wir auch hin", sagte Bittencourt: "Aber Sachen auf den Platz werfen, das haben wir in den letzten Monaten gesehen, gehört sich nicht." Die Fans hätten das aber auch eingesehen, fügte er hinzu.

"Das muss man mal aushalten"

Ähnlich erging es Niklas Stark, der am Pokal-Abend die Kapitänsbinde bei Werder trug. "Ich kann den Frust total verstehen, wir haben auch andere Erwartungen gehabt, die wir zur Zeit nicht erfüllen. Wir sind auch sauer auf uns und die Fans haben auch Grund sauer zu sein."

Doch nun müssten die Fans und die Mannschaft auch wieder gemeinsam nach vorne blicken und den Zusammenschluss finden, findet Stark. Denn in dieser prekären Situation brauche man einander, um aus der sportlichen Krise herauszufinden.

Die Fans haben jetzt an uns ein bisschen Dampf abgelassen, das ist auch okay und das muss man mal aushalten. Auch wenn es nicht schön ist. Aber nach dem Dampf ablassen müssen wir auch wieder zusammenfinden, denn es geht nur gemeinsam.

Werder-Kapitän Niklas Stark in der ARD

Werder-Kapitän Stark zur Pokal-Blamage: "Fans haben Grund sauer zu sein"

Bild: Radio Bremen

Mehr zu Werder Bremen:

  • Werder-Trainer Werner zum Pokal-Aus: "Reaktion kam zu spät"

    Nach dem 1:2 bei Drittligist Arminia Bielefeld saß der Frust bei den Bremern tief. Ole Werner ärgerte sich, dass seine Elf erst in der zweiten Halbzeit aufwachte.

Autorin

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 26. Februar 2025, 18:06 Uhr