Bremer Senat lehnt Arbeitszeiterfassung von Lehrkräften vorerst ab

Ein Lehrer erklärt einer Schülerin etwas an ihrem Laptop.

Bremer Senat lehnt Arbeitszeiterfassung von Lehrkräften vorerst ab

Bild: dpa | imagebroker/Unai Huizi

Der Senat will erst im Sommer 2026 eine Testphase starten. GEW und Personalrat Schulen kritisieren, dass der Senat seine Fürsorgepflicht verletzt.

Der Personalrat Schulen und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisieren scharf, dass der Senat vorerst keine Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte einführt. In der Bildungsdeputation warfen sie der Behörde vor, gegen ihre gesetzlichen Pflichten und ihre Fürsorgepflicht zu verstoßen.

Der Beschluss des Senats sei ein Schlag ins Gesicht, erklärte Angelika Hanauer von der GEW. Die Gewerkschaft und der Personalrat Schulen fordern, dass die Arbeitszeiterfassung so schnell wie möglich kommt. Die Bildungsbehörde will dagegen erst im Sommer 2026 eine einjährige Testphase starten.

Senat setzt sich über Schlichtungsvorschlag hinweg

Die lange Vorbereitung sei nötig, weil eine Arbeitszeiterfassung ein völlig neues Berufsbild von Lehrerinnen und Lehrern erzeugen werde, so Staatsrat Torsten Klieme. Der Senat hatte sich über eine Empfehlung einer Einigungsstelle hinweggesetzt und beschlossen, dem Vorschlag des Personalrats zur Arbeitszeiterfassung nicht zu folgen. Die Bremer CDU bezeichnete das als unverständlich – man müsse den Lehrkräften entgegenkommen. Das Bundesarbeitsgericht hat schon 2022 beschlossen, dass auch die Arbeitszeit von Lehrkräften dokumentiert werden muss.

  • Bremer Senat lehnt Arbeitszeiterfassung an Schulen ab – vorerst

    Es wird zunächst keine Arbeitszeiterfassung für Lehrerinnen und Lehrer geben. Das hat der Senat entschieden. Ein Modellprojekt für 2026 ist in Aussicht.

Autorin

  • Lisa-Maria Röhling
    Lisa-Maria Röhling

Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 2. April 2025, 6 Uhr