Bremer Spediteure fürchten 15 Prozent Umsatzrückgang wegen US-Zöllen
US-Zölle: Bremer Spediteure fürchten bis zu 15 Prozent weniger Umsatz
Logistikfirmen aus Bremen und Bremerhaven rechnen mit schlechteren Geschäften im laufenden Jahr. US-Präsident Donald Trump hat Zölle von 20 Prozent auf EU-Importe angekündigt.
Der Verein Bremer Spediteure sagt Umsatzeinbußen von bis zu 15 Prozent für 2025 voraus. Die Bremer Logistiker, die Waren um den ganzen Globus schicken, sehen die größte Gefahr in einer Spirale von Strafzöllen und Gegenzöllen, die den freien Welthandel weiter einschränkten. Das würde mit erheblichen Wohlstandsverlusten für Europa, aber auch für Deutschland einhergehen, warnte der Vorsitzende des Vereins Bremer Spediteure, Thorsten Dornia.
US-Präsident Donald Trump hat am Mittwochabend neue weitreichende Zollmaßnahmen "für Länder in der ganzen Welt" angekündigt, die auch die Europäische Union hart treffen. Der Präsident unterzeichnete in Washington ein entsprechendes Dekret. Auf Importe aus der EU fallen demnach Zölle in Höhe von 20 Prozent an. Dies dürfte auch für die Bremer Wirtschaft Folgen haben.
Im vergangenen Jahr waren nur gut 60 Prozent der Logistik-Unternehmen vor Ort mit ihren Ergebnissen zufrieden. Für 2025 rechnen immerhin 75 Prozent der Firmen mit zufriedenstellenden oder besseren Ergebnissen. Das ergibt sich aus einer Umfrage. Sorgen macht sich die Branche vor allem um den Nachwuchs. Mangels geeigneter Bewerber bleiben wohl 50 von rund 220 Ausbildungsplätzen in Bremen und Bremerhaven unbesetzt.
Quelle: buten un binnen.
Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 2. April 2025, 17 Uhr